


10 | 04 | 2024 | Schweiz | ![]() | ![]() |
10 | 04 | 2024 | Schweiz |
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Der Schweizerische Fischerei-Verband hat 2024 die Marmorata-Forelle zum Fisch des Jahres ernannt. Ist das eine letzte Chance für die in der Schweiz fast ausgestorbene Forellenart?
Wir von «Petri-Heil» wollten es genau wissen und schickten unseren freien Mitarbeiter Ricci Gerber zum Tessiner Kantonsbiologen Danilo Foresti, der uns freundlicherweise bei einem Interview Einblick in die Pläne des «Ufficio della caccia e della pesca» gab.
Danilo Foresti: Mich hat es sehr gefreut. Die Marmorata-Forelle wurde schon seit einigen Jahren von der Bundesfischereiverordnung anerkannt und hat diesseits und jenseits der Alpen immer grosses Interesse erweckt.
Zurzeit arbeiten wir zusammen mit dem BAFU und dem Kanton Graubünden an einem Aktionsplan für die Fischarten der Alpensüdseite. Dieser Plan wird uns helfen, die Ausrichtung dieser Projekte festzulegen, in dem nebst anderem auch die Wiederansiedlung der Marmorata-Forelle vorgesehen ist.
Die verbliebenen Laichfische aus diesem interregionalen Projekt sind in einer kantonalen Fischzucht untergebracht und liefern noch heute Jungfische für den Besatz einiger Flüsse im Sottoceneri. Weil die Laichfische seit Jahren in einem geschlossenen Kreislauf gehalten wurden, ergreifen wir nun Massnahmen, um den Bestand mit Wildfischen aufzufrischen.
Die Unterläufe unserer Hauptflüsse sind besonders geeignet. Aber leider hat jeder von diesen Flüssen seine Probleme, die aus verschiedenen Gründen die Eignung für Forellen und andere Salmoniden schmälern. Eines dieser Probleme sind die besonders hohen Temperaturen und Trockenperioden, die in den Sommermonaten der letzten Jahre im südlichen Alpenraum immer häufiger auftreten. Allerdings gibt es im Lago Maggiore eine Population von Marmorata-Forellen (Ökotyp Seeforelle), die auch in die Zuflüsse aufsteigt. Es ist also wichtig, nicht nur die Fliessgewässer, sondern auch die grossen Seen in das Projekt einzubeziehen.
Die Hybridisierung mit der Atlantischen Forelle Salmo trutta ist und bleibt ein Problem, da sie die Entstehung einer puren Population in freier Wildbahn verhindert. Eine 2019 durchgeführte genetische Studie zeigte ganz klar den hohen Grad der Introgression der Atlantischen Forelle, die die ursprünglichen Stämme von marmorierten und adriatischen Forellen im Kanton Tessin fast komplett vernichtet hat.
Die Marmorata ist bereits durch kantonale Vorschriften geschützt. Die Anwendung ist jedoch schwierig. Erstens wird vom Angler gefordert, eine Forelle zu kennen, die er wahrscheinlich noch nie in seiner Laufbahn gesehen hat, was durch das Vorhandensein von Hybriden noch erschwert wird. Zweitens wird von ihm verlangt, einen Fisch von vielleicht aussergewöhnlicher Grösse freizulassen, und das in einer Zeit, in der die Fänge in den Gewässern des Kantons immer knapper werden. In diesem Zusammenhang sind die individuellen Entscheidungen des einzelnen Anglers sehr wichtig.
Die Stauseen des Kantons Tessin sind Orte, an denen die Hobbyfischerei besonders intensiv betrieben wird. Die Marmorata-Forelle wäre also einem hohen Befischungsdruck ausgesetzt. Ausserdem brauchen Forellen Gewässer, in denen sie sich fortpflanzen können, um ihren Lebenszyklus zu vollenden. In einem geschlossenen Gewässersystem sind diese Voraussetzungen meistens nicht vorhanden. Ein solcher Besatz könnte daher nur in Gewässern mit geringem Fischereidruck und der Möglichkeit der Abwanderung in ein Flusssystem sinnvoll sein.
Derzeit gibt es im Sottoceneri einen Betrieb, der diese Art züchtet und etwa hunderttausend Jungfische pro Jahr produziert. Ein zweiter Betrieb für den Sopraceneri ist in naher Zukunft geplant. Somit hätten wir dann zwei unabhängige Bewirtschaftungseinheiten für die Marmorata-Forelle.
Hervé | 21 | 01 | 2025 |
Pour sauver la truite marmorata , la première chose est de retirer toutes les autres truites et hybrides marbrés ..... pêche autorisée après plusieurs années et après no kill
Marlene
Den Wein habe ich nirgendwo gefunden ...um eventuell welchen zu bestellen.