[Neues Buch von Patagonia-Gründer Yvon Chouinard:] Pheasant Tail Simplicity
07 | 01 | 2026 ProdukteText: Nils Anderson 0190
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Text: Nils Anderson 0 190

Neues Buch von Patagonia-Gründer Yvon Chouinard: Pheasant Tail Simplicity

Patagonia ist im Moment wohl die schweizweit am meisten gehypte Outdoor-Bekleidungsmarke und geniesst in Fischerkreisen grosse Beliebtheit. Nun hat Patagonia-Gründer Chouinard ein Buch über das Fliegenfischen herausgegeben.


«Nimm ein paar Allrounder-Fliegen und verlasse dich ansonsten ganz auf dein Wissen, deine Fertigkeiten und deine Technik.» Diese einfache Kernaussage liegt dem neuen Buch von Yvon Chouinard zugrunde – übrigens 2009 von einer amerikanischen Fliegen­fischerzeitschrift als «Angler of the Year» ausgezeichnet. «Im Jahr 2015 habe ich in Europa, Nord- und Südamerika sowie in der Karibik gefischt und dabei nur eine Art von Fliege verwendet – die Pheasant Tail und Partridge. Ich habe Forellen, Äschen, Lachse, Steelheads, Bonefische und verschiedene andere Salzwasserfische in einer Anzahl gefangen, die meine Fänge aus anderen Jahren übertraf. Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Experiment war, dass ich mich ohne die Ablenkung durch wechselnde Fliegenmuster frei auf die Technik, das Lesen des Wassers und das Verständnis dafür konzentrieren konnte, was die Fische zu einem bestimmten Zeitpunkt wollen», schreibt Chouinard in seiner Einleitung. Bereits 2014 hat er mit denselben Mitautoren Craig Mathews und Mauro Mazzo ein erstes Fliegenfischer-Buch herausgegeben und nun also mit dem zurzeit nur in Englisch erschienenem «Pheasant Tail Simplicity: Recipes and Techniques for Successful Fly Fishing» ein Nachfolger.


18 Muster fürs Fischerglück

Ein (Fliegen-)Fischer-Buch funktioniert ähnlich wie ein Kochbuch: Die Geschichten rundherum sind wichtig, sie sorgen dafür, dass man das Buch nicht nur beim Kochen, sondern auch vielleicht mal am Feierabend in der Hand hält. Die Geschichten dieses Buches funktionieren gut. Sie sind kurz, erhellend und in verständlichem Englisch gehalten. Wie beim Kochbuch müssen auch hier die Bilder appetitanregend sein, oder – im vorliegenden Fall – Lust aufs Fliegenfischen machen. Auch bei diesem Kriterium schneidet das Buch hervorragend ab: Die Bildästhetik sucht schlicht seinesgleichen. Als Herzstück folgen dann die Anleitungen für den Bindestock. Hier sind es 18 verschiedene Muster, die in Schritt für Schritt-Anleitungen dargestellt sind. Die grosse These des Buchs: Mehr als diese 18 Muster braucht man nicht.


Fliegen aus wilden Fasanenfedern

Die Ressource, auf welcher sämtliche dieser einfachen, aber guten Fliegen aufgebaut sind, hat wiederum etwas von einem kulinarischen Luxusgut. Es sind die Stossfedern des männlichen Fasans. Und zwar einem Fasan aus freier Wildbahn. Diese haben sich zwar recht weit verbreitet, doch eine unbegrenzte Menge Fasanen gibt es natürlich nicht. Den Federn eines in Gefangenschaft aufgewachsenen Fasans fehlt die Spannkraft, welche die Fibern einer Feder zum Fliegen aufweisen müssen und die letztlich auch einer gebundenen Fliege den entscheidenden Reiz verleihen. «Mit Fasanenschwanzfedern lassen sich Nymphen, Trockenfliegen, Emerger und Käfer binden, die genauso effektiv oder sogar besser sind als die Tausenden von Fliegen, die es zu kaufen gibt», schreibt Chouinard.

Die separat erhältliche Fliegendose zum Buch, entstanden in Zusammenarbeit mit Umpqua Feather Merchants, enthält alle 18 vorgestellten Muster in verschiedenen Grössen. Sie wird in den Patagonia Stores, auf eu.patagonia.com und bei ausgewählten Fachhändlern zu kaufen sein.

 

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