


12 | 05 | 2022 | Praxis | ![]() | ![]() |
12 | 05 | 2022 | Praxis |
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Dominik Bosshard ist ein eingefleischter Spinnfischer und geht am liebsten mit wenig Gepäck vom Ufer aus auf Raubfischpirsch. Hier präsentiert er seine drei aktuellen Favoriten für Egli, Hecht, Rapfen und Co.
Diesen Gummi fische ich erst seit einem halben Jahr, doch seither ist er unangefochten meine erste Wahl, wenn ich auf Egli, Zander oder Forelle fische. Doch auch kapitale Rapfen, Hechte und sogar ein Wels konnten dem 7 cm Gummi nicht widerstehen. Durch die ultraweiche, elastische und dennoch extrem belastbare Gummimischung wird er problemlos inhaliert, was zu einer hervorragenden Bissverwertung führt. Von blossem Auge kaum zu erkennen dreht sich die Schwanzflosse bis zu dreimal um die eigene Achse und lädt sich auf. Der Rippenbereich des Gummis erzeugt zudem ultrafeine Vibrationen. Durch die weiche Gummimischung ist der Köder auch nach vielen Fischkontakten noch in bester Verfassung und ich muss ihn eigentlich nur austauschen, wenn er abreisst. Die Philosophie von Toppies finde ich gut: «Blei- und giftfrei». Kombiniert mit einem Tungsten Jig Head ist dieser Köder also nicht nur äusserst fängig, sondern auch eine umweltbewusste Methode, um in Gewässern zu fischen, wo viele Hänger zu erwarten sind.
Der Daiwa Spinntail Shad ist eine Mischung aus Gummifisch und Metallköder, der mir insbesondere in den vergangenen Jahren beim Hechtfischen sehr gute Fische brachte. Das Spinnerblatt am Schwanzende sorgt für starke Druckwellen und Lichtreflexe unter Wasser. Nach dem Auswerfen lasse ich den Köder an gespannter Schnur absinken. Schon so einige Fische kamen genau in dieser ersten Absinkphase. Anschliessend wird der Köder variantenreich durchs Mittelwasser geführt. Durch leichtes Anjiggen flankt der Köder auf und sinkt verführerisch wieder nach unten. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Fische über Grund stehen, ist dieser Köder ein echter Geheimtipp. Die Spintail Shads in meiner Köderbox sind mittlerweile komplett zerfetzt und zeugen davon, wie fängig sie sind.
Der Spearhead Ryuki in 9,5 cm ist ein Forellenwobbler par excellence, entworfen für das Fischen auf grosse Forellen in schnell fliessenden Gewässern. Doch gerade auch für grosse Rapfen ist dieser Köder unschlagbar. Die gegossenen Gewichte, im Bauchbereich fixiert, verleihen dem Ryuki bei harter Strömung einen stabilen Lauf. Im Zusammenspiel mit der schmalen Tauchlippe trotzt er den unterschiedlichsten Strömungen und man hat stets den Kontakt zum Köder. Der Ryuki lässt sich sehr schnell führen, was die Rapfen oft zu Reaktionsbissen verleitet. Und die haben es in sich – der Einschlag in der Rute ist einfach brachial und der darauf folgende Kampf mit dem Rapfen unvergesslich. Die Flug-Eigenschaften des Ryukis sind sehr gut, was weite Würfe an Strömungskanten oder Brückenpfeiler ermöglicht. Allerdings ist der Wobbler mit rund 20 Franken nicht gerade günstig.
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