Eisfischen: Fünf Tipps fürs Eisloch
30 | 12 | 2025 PraxisText: Nick Hagenbuch 0550
30 | 12 | 2025 Praxis
Text: Nick Hagenbuch 0 550

Eisfischen: Fünf Tipps fürs Eisloch

Im Januar beginnt an den meisten Gewässern, wo Eisfischen erlaubt ist, die neue Saison. Hier fünf Tipps, damit Du für den ersten Ausflug bestens gewappnet bist.


Für Bergseefischer wie mich ist die kalte Jahreszeit schwer zu ertragen. Zum Glück gibt es da einige Seen, wo man den Forellen auch im Winter durchs Eisloch auf die Pelle rücken kann. Mit diesen fünf Tipps bist Du für den Saisonstart bestens gerüstet.

 

Safety first

«Wann wirds mal wieder richtig Winter im Land?», so der abgeänderte Songtitel von Rudi Carrell. Weil die Winter tendenziell immer wärmer werden, muss man auch beim Eisfischen immer vorsichtiger sein. Dies gilt umso mehr für den Saisonstart. Das Eis sollte man nur betreten, wenn man sich auch sicher ist, dass die Eisdecke genügend dick ist. Im Zweifelsfall lieber eine Testbohrung in Ufernähe zu viel machen. Auch sollte man nie allein unterwegs sein, so dass der Begleiter oder die Begleiterin im Fall der Fälle Hilfe organisieren kann.

 Man geht nicht eben mal schnell Eisfischen, sondern sollte sich gerade in punkto Material gut auf den bevorstehenden Ausflug vorbereiten. © André Suter

Man geht nicht eben mal schnell Eisfischen, sondern sollte sich gerade in punkto Material gut auf den bevorstehenden Ausflug vorbereiten. © André Suter


Lieber zu warm als zu kalt

Beim ersten Eisfischerausflug des Jahres vergisst man gerne, wie kalt es draussen auf dem gefrorenen See wirklich sein kann. Deshalb: Lieber ein paar Schichten zu viel dabeihaben, als nach einer Stunde auf dem See zu schlottern. Für Leute wie ich, deren Füsse bei Kälte zu Eisklumpen werden, gibt es wunderbare Heizsocken auf dem Markt (gibt es auch für Hände). Denn beim Eisfischen sollte man sich nicht auf die Kälte konzentrieren müssen, sondern aufs Wesentliche: das Fischen.

 Je widriger die äusseren Bedingungen, desto besser schmeckt die heisse Bouillon! © André Suter

Je widriger die äusseren Bedingungen, desto besser schmeckt die heisse Bouillon! © André Suter


Bereite Dich vor

Mit Vorbereitung ist nicht gemeint, dass Du vor Deinem Ausflug in den Kühlschrank sitzen musst, um Dich an die Kälte zu akklimatisieren. Vielmehr solltest Du Dein Material gut auswählen, kontrollieren, ob Dein Bohrer noch scharf ist, Deine Köderbox zusammenstellen und überlegen, welches Material Du wie transportieren willst. Denn beim Eisfischen kommt oftmals so einiges an Utensilien zusammen, die irgendwo verstaut werden müssen. Ganz wichtig: Heis­se Verpflegung bewirkt Wunder. Heis­ser Tee oder eine Bouillon mit Wienerli auf dem See schmecken bei Minus 15 Grad wie ein Fünf-Gang-Menü in einem Gault Millau-Restaurant.

 

Leg Dir einen Plan zurecht

Beim Eisfischen ist die Fischerzeit beschränkt: Es wird spät hell und früh dunkel, dazu kommt (oftmals) der Fahrplan der Gondel. Umso wichtiger ist es, die Zeit auf dem Eis effizient zu nutzen. Leg Dir hierfür einen Plan zurecht, wo Du Dein erstes Eisloch bohren willst – inklusive Plan B und C! Verschiedene Kartenapps wie etwa «Fish Deeper» helfen dabei, die Gewässerstruktur des Sees zu erkunden. Im Zweifelsfall einfach mal dort beginnen, wo Du schon im Sommer gute Ergebnisse erzielt hast. Sei Dir ebenfalls bewusst, auf welche Fischart Du es abgesehen hast und wähle eine entsprechende Strategie.

 Gerade zu Beginn der Eisfischersaison beisst es oftmals gut. Dieser ü50er-Namaycush hat zum Saisonstart auf Melchsee-Frutt gebissen. © Nils Anderson

Gerade zu Beginn der Eisfischersaison beisst es oftmals gut. Dieser ü50er-Namaycush hat zum Saisonstart auf Melchsee-Frutt gebissen. © Nils Anderson


Vergiss die Zeit nicht

Das Handy verliert bei Kälte schnell mal an Akku. Mobile Powerbanks inklusive Ladekabel gehören fast schon zur Standardausrüstung. Zur Sicherheit gehört eine Uhr ans Handgelenk oder in den Rucksack. Der Fischer-Klassiker «Nur noch einen Wurf!» ist beim Eisfischen besonders heikel, da das Zusammenpacken viel Zeit benötigt. Willst Du nicht einen Schneeschuh-Sprint hinlegen, um die letzte Gondel zu erwischen oder diese im dümmsten Fall verpassen, solltest Du für den «letzten Wurf» (bzw. das letzte Absinkenlassen des Köders) genügend Zeitreserve einplanen.

 

0 Kommentare


Keine Kommentare (Kommentare erscheinen erst nach unserer Freigabe)


Schreibe einen Kommentar:

Anzeige
Anzeige
Zurück zur Übersicht

Das könnte Dich auch interessieren: