
Das könnte Dich auch interessieren:




| 30 | 12 | 2025 | Praxis | |
| 30 | 12 | 2025 | Praxis |
| |
Im Januar beginnt an den meisten Gewässern, wo Eisfischen erlaubt ist, die neue Saison. Hier fünf Tipps, damit Du für den ersten Ausflug bestens gewappnet bist.
Für Bergseefischer wie mich ist die kalte Jahreszeit schwer zu ertragen. Zum Glück gibt es da einige Seen, wo man den Forellen auch im Winter durchs Eisloch auf die Pelle rücken kann. Mit diesen fünf Tipps bist Du für den Saisonstart bestens gerüstet.
«Wann wirds mal wieder richtig Winter im Land?», so der abgeänderte Songtitel von Rudi Carrell. Weil die Winter tendenziell immer wärmer werden, muss man auch beim Eisfischen immer vorsichtiger sein. Dies gilt umso mehr für den Saisonstart. Das Eis sollte man nur betreten, wenn man sich auch sicher ist, dass die Eisdecke genügend dick ist. Im Zweifelsfall lieber eine Testbohrung in Ufernähe zu viel machen. Auch sollte man nie allein unterwegs sein, so dass der Begleiter oder die Begleiterin im Fall der Fälle Hilfe organisieren kann.
Beim ersten Eisfischerausflug des Jahres vergisst man gerne, wie kalt es draussen auf dem gefrorenen See wirklich sein kann. Deshalb: Lieber ein paar Schichten zu viel dabeihaben, als nach einer Stunde auf dem See zu schlottern. Für Leute wie ich, deren Füsse bei Kälte zu Eisklumpen werden, gibt es wunderbare Heizsocken auf dem Markt (gibt es auch für Hände). Denn beim Eisfischen sollte man sich nicht auf die Kälte konzentrieren müssen, sondern aufs Wesentliche: das Fischen.
Mit Vorbereitung ist nicht gemeint, dass Du vor Deinem Ausflug in den Kühlschrank sitzen musst, um Dich an die Kälte zu akklimatisieren. Vielmehr solltest Du Dein Material gut auswählen, kontrollieren, ob Dein Bohrer noch scharf ist, Deine Köderbox zusammenstellen und überlegen, welches Material Du wie transportieren willst. Denn beim Eisfischen kommt oftmals so einiges an Utensilien zusammen, die irgendwo verstaut werden müssen. Ganz wichtig: Heisse Verpflegung bewirkt Wunder. Heisser Tee oder eine Bouillon mit Wienerli auf dem See schmecken bei Minus 15 Grad wie ein Fünf-Gang-Menü in einem Gault Millau-Restaurant.
Beim Eisfischen ist die Fischerzeit beschränkt: Es wird spät hell und früh dunkel, dazu kommt (oftmals) der Fahrplan der Gondel. Umso wichtiger ist es, die Zeit auf dem Eis effizient zu nutzen. Leg Dir hierfür einen Plan zurecht, wo Du Dein erstes Eisloch bohren willst – inklusive Plan B und C! Verschiedene Kartenapps wie etwa «Fish Deeper» helfen dabei, die Gewässerstruktur des Sees zu erkunden. Im Zweifelsfall einfach mal dort beginnen, wo Du schon im Sommer gute Ergebnisse erzielt hast. Sei Dir ebenfalls bewusst, auf welche Fischart Du es abgesehen hast und wähle eine entsprechende Strategie.
Das Handy verliert bei Kälte schnell mal an Akku. Mobile Powerbanks inklusive Ladekabel gehören fast schon zur Standardausrüstung. Zur Sicherheit gehört eine Uhr ans Handgelenk oder in den Rucksack. Der Fischer-Klassiker «Nur noch einen Wurf!» ist beim Eisfischen besonders heikel, da das Zusammenpacken viel Zeit benötigt. Willst Du nicht einen Schneeschuh-Sprint hinlegen, um die letzte Gondel zu erwischen oder diese im dümmsten Fall verpassen, solltest Du für den «letzten Wurf» (bzw. das letzte Absinkenlassen des Köders) genügend Zeitreserve einplanen.
Keine Kommentare (Kommentare erscheinen erst nach unserer Freigabe)